TTC Emmendingen II - Herren III

Man hätte es schon vorher ahnen können: Vor dem letzten Saisonspiel bei den drittplatzierten Emmendingern spielte die Frage der Getränkeversorgung eine größere Rolle als ein etwaiger Trainingsbesuch. Mit stolzgeschwellter Meisterbrust passierte man die "Kiss me"-Zone (!) des schulischen Spiellokals, um festzustellen, dass der Gegner im Vergleich zur Vorrunde deutlich besser besetzt daherkam.
"Das könnte etwas knapper werden als im Hinspiel", hieß es in der Kabine. Das war reichlich verharmlosend formuliert, doch zunächst ging man in den Doppeln mit 2:1 in Führung. Bei den Einzeln zeigte sich zusammengefasst, dass genau Jeder seiner Form deutlich hinterherhinkte. Stefan würgte seine Partie gegen das 12-jährige Supertalent der Gastgeber irgendwie nach Hause, doch schon Kai musste seine abgeben. Als das vordere Paarkreuz sich danach vor der Tür ein paar Minuten mit legalen Giftstoffen entspannte und wieder in die Halle zurückkam, hatten Jo und Volker bereits ihre Spiele in Rekordzeit abgegeben. Unsere dauerverletzte Nr. 3 Christoph im Zuschauerraum kam aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr heraus. Auch Lutz musste in vier Sätzen die Segel streichen, doch Arno und Stefan glichen zum 5:5 aus. Als Kai ein 5:0 im Entscheidungssatz nicht zum Sieg reichte und auch Volker im Fünften knapp unterlag, war die Vorentscheidung gefallen. Etwa dreieinhalb Minuten danach hatten auch Jo und Arno verloren - 5:9, die erste Saisonpleite.
Danach gab es Freibier aus unserer Kühltasche, das auch den sehr sympathischen Gastgebern kredenzt wurde, die uns nach einer Eisdusche noch ins Irish Pub mitschleppten. Bis 2 Uhr dominierten dort die beiden überzeugendsten Akteure des Abends - Jacky und Cola.
 
Es hat viel Spaß gemacht in dieser Saison - der Teamgeist war prächtig, die Leistungen zwar nicht immer, aber dafür dann, wenn es darauf ankam (Kenzingen!). Wir freuen uns auf unsere Mannschafts-Saison-Abschlussparty und drücken zuvor der "Zweiten" in ihren Aufstiegspielen alle insgesamt 14 Daumen von uns sieben Stammakteuren: VIEL ERFOLG, LEUTE!

Bericht: Stefan Ummenhofer

Herren III - TTSV Kenzingen IV

Im Gegensatz zu den letzten Spielberichten der "Dritten" soll es diesmal wirklich primär ums Sportliche und nicht um Alkohol o.ä. gehen - dafür war das Spiel nämlich viel zu geil...
Nach viermaligem Verlegungs-Heckmeck war man bei dieser Spitzenpartie der beiden bereits feststehenden Aufsteiger letztlich wieder beim ursprünglich geplanten Termin gelandet - mit der Folge, dass unser mittleres Paarkreuz aus Christoph (verletzt) und Jo (Ski-Wellness im Schwarzwald...) fehlte, während der Gegner nicht nur in Bestbesetzung antrat, sondern mit L. Fischbach auch einen herausragenden Nachwuchsmann aufgeboten hatte. Unsere Chancen waren also recht überschaubar...

Dass es zur Überraschung beider Teams anders kam, war einer Mischung aus guter Tagesform, Nervenstärke und durchaus auch etwas Glück zu verdanken. Die beiden letzteren Eigenschaften zeigten sich schon in den Eingangsdoppeln, als es eine glatte Niederlage, hingegen aber zwei Siege in der Verlängerung des fünften Satzes gab.
Das vordere Paarkreuz holte dann alle vier Zähler: Während Stefan zwei ebenso humorlose wie deutliche Dreisatzsiege feierte, gab Kai eine Bewerbung für Jobs wie Bombenentschärfer oder Mediator bei Geiselnahmen ab: Dem Mann ohne Nerven gelangen zwei hauchdünne Fünfsatzerfolge, wobei er im zweiten Match schon mit 7:10 im Entscheidungsdurchgang hinten gelegen hatte.
Seinen Teil trug auch das doch recht zahlreiche Publikum bei, das für eine euphorische Atmosphäre sorgte, die durchaus beflügelte.
Kommen wir zum mittleren Paarkreuz: Stolze 68 Lebensjahre lagen zwischen den beiden Kenzingern, mit denen es Arno und Volker zu tun hatten. Gegen den starken Jugendspieler war nichts drin, gegen den wackeren Senior diesmal schon: Während Arno in 5 Sätzen scheiterte, zahlte sich der Trainingsbesuch von Volker vom Vortag aus und er zog sein Spiel durch - 3:0 Sätze.
Hinten bezwang Lutz die ehemalige Nummer 1 der Kenzinger in drei Sätzen, während unser Ersatzmann Sascha, dem wir hiermit für seine Bereitschaft herzlich danken wollen, in fünf Sätzen unterlag. Gegen die Kenzinger Nummer 5, der wohl beste Mann des hinteren Paarkreuzes in der Liga, gab es zwei Niederlagen.

Wer mitgerechnet hat (was zugegebenermaßen schwer ist), kommt auf eine 8:7-Führung der "Dritten" vor dem Schlussdoppel. Mehr, als wir zu hoffen gewagt hatten, da auch eine Punkteteilung wohl schon die Vorentscheidung zu unseren Gunsten im Meisterkampf bedeutet hätte.
Das i-Tüpfelchen dann das Schlussdoppel: Nachdem Stefan in den ersten drei Sätzen mehr der benachbarten Partie von Sascha zugeschaut hatte, rissen er und Kai sich nach 1:2-Satzrückstand zusammen, ermöglichten dem gegnerischen Duo in den letzten beiden Durchgängen eines durchaus lauten und emotionalen Spieles gerade noch sechs Bälle und stellten den angesichts der Startvoraussetzungen sensationellen 9:7-Sieg sicher.
Also: MEISTEEEEEER!

Die wilde Party wurde wegen dringender Termine, kranker Angehöriger und der Abwesenheit des etatmäßigen mittleren Paarkreuzes auf den letzten Spieltag verschoben, wenn es nach Emmendingen geht. Stefan und Kai (der viermal fünf Sätze gespielt und alle Partien gewonnen hatte) leerten aber schonmal quasi im Alleingang den von Fritz Gutmann (eine wirklch sehr nette Geste - fettes Danke!!!) zur Verfügung gestellten Bierkasten.
Vielen Dank an alle, die zum Titel beigetragen und/oder auch bereits freundlich gratuliert haben.
Ob wir die Spielstärke für die höhere Liga haben, wird sich zeigen. Die Lust darauf ist jedenfalls vorhanden!

Stefan Ummenhofer

Herren III - TUS Bleichheim III

Nachdem die Heimbacher Kollegen am Vorabend das Spiel gegen uns zwei Stunden vor Abfahrt aufgrund Personalmangels abgesagt hatten, konnte man sich voll und ganz auf die Begegnung gegen Bleichheim konzentrieren, bei der nun ein Unentschieden zum Aufstieg reichen würde. Wieder mal ohne Christoph, der ganz für die Planung der Aufstiegsfeier abgestellt ist, ansonsten aber nach langem Hin und Her in Bestbesetzung. Beinahe wäre auch dieses Spiel ausgefallen, doch nach einer Tour de Bahlingen ergatterte Stefan schließlich doch noch den Hallenschlüssel - Danke an Roland - und konnte die vor der Tür frierenden Mannschaftskollegen einlassen.

Vor zunächst drei, später immerhin sieben nicht zahlenden Zuschauern ging man wie fast immer nach den Doppeln mit 2:1 in Führung, und auch danach verkauften sich die Gäste recht gut. Im vorderen Paarkreuz wurden die Punkte ebenso geteilt wie in der Mitte, wobei Volker am meisten Grund hatte, sich zu ärgern - ein knappes 2:3 nach 2:0-Satzführung. Danach lief es aber doch glatt: Vier Dreisatz-Siege von Arno, Lutz, Stefan und Kai stellten auf 8:3, womit der Aufstieg in trockenen Tüchern war. Also Paaaarty!
Von wegen - ein durchschnittlicher Schorle-Ausschank beim BSC in der Ponde wird mehr gefeiert als dieses historische Ereignis.
Statt dessen krampfte sich Jo durch fünf Mitleid erregende Sätze - und angesichts seines Keuchens ("Ich hab keine Luft mehr") tippten die besorgten Kollegen sicherheitshalber schonmal den Notruf. Letztlich brachte aber auch er seine Partie nach Hause, womit man die Tische für die bereits ungeduldig mit den Hufen scharrende Vorhut der Ersten räumen und die Feierlichkeiten bei Peppino starten konnte.

Der Kapitän erwies sich hier als wahrer Mannschaftsführer, denn er trank im Verlauf des Abends für sämtliche Kollegen mit, weshalb wir über dieses Kapitel den Mantel des Schweigens ausbreiten wollen...

Statt dessen noch zwei andere Punkte:
1.) Eine Kurzanalyse: Saisonziel erfreulich früh und erfreulich deutlich geschafft. Ob´s auch für den Meistertitel reicht, darf bezweifelt werden, denn die personelle Konstellation für die Partie gegen Kenzingen ist prekär. Da es aber Wichtigeres gibt, tragen wir das mit Fassung.

2.) Eine Suchmeldung: Falls ihn nicht ein Fan als Trophäe mit nach Hause genommen hat, müsste am Samstag ein dunkler Schal in der Halle geblieben sein. Das ist meiner. Dem ehrlichen Finder winkt eine Nominierung für die Partie gegen Kenzingen, wo wie erwähnt Personalnot herrscht.

Bericht: Stefan Ummenhofer

Herren III - TTC Forchheim III

Die Partie gegen Forchheim stand gleich in mehrfacher Hinsicht unter schwierigen Vorzeichen. Die Forchheimer Gäste traten in Bestbesetzung an, Christoph hingegen aufgrund des defekten Knies weiterhin nicht. Zudem war die Hälfte der „Dritten“ noch von der vorabendlichen Geburtstagsfeier einer Spielergattin schwer gezeichnet. Am meisten wie ein grausiger Fund sah derweil Kai aus, der an anderer Stelle bis in die Morgenstunden Alkoholmissbrauch betrieben hatte.
Nachdem der Streit um das Ausfüllen des Spielberichtsbogens („Ich kann nicht - ich seh noch nicht richtig“) und der um die Begrüßung des Gegners mittels Schnick-Schnack-Schnuck geklärt waren, vergeigte man gleich zwei der Eingangsdoppel - und lag prompt hinten.
Plötzlich tat sich jedoch Erstaunliches: Der derangierte Haufen mit reichlich Restalkohol fand plötzlich zur Normalform zurück - sowohl Stefan als auch Kai siegten in vier Sätzen, der alkoholfreie Volker sogar in dreien. Jo wollte da nicht nachstehen und auch das hintere Paarkreuz - namentlich Arno und Lutz - sorgte trotz mangelnder Zufriedenheit mit der eigenen Leistung für zwei weitere Erfolge zum zwischenzeitlichen 7:2. Inzwischen beäugt durch die „Fünfte“, die ihr Spiel recht rasch in den Sand gesetzt hatte, stellte Stefan auf 8:2, doch bis zur Entscheidung sollten noch gefühlte drei Jahre vergehen. Kai und Jo waren nämlich in Marathon-Laune, wobei Letzterer seine Partie beim Satzstand von 2:2 kurzerhand unterbrach, um erstmal abzuwarten, ob sein Einsatz überhaupt noch benötigt wurde. Sehr ökonomisch gedacht, denn Kai besiegte in einem spannenden fünften Satz mit zwei Time-Outs seinen Gegner hauchdünn und stellte somit den in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten 9:2-Sieg sicher, ehe mit den sehr angenehmen Forchheimer Gästen noch ein Blitzgetränk geleert wurde.
Sensationelles hat sich auch in der Planung des Spitzenspiels gegen Kenzingen ergeben, denn die Arbeitskreise, Beauftragten, Abgeordneten und Mediatoren haben tatsächlich ein Ergebnis bei der Spielansetzung erzielt. Und was für eines: Es bleibt beim ursprünglich vorgesehenen Termin Anfang März…

TTC Endingen III - Herren III

Die "Dritte" musste die Rückrunde ohne Christoph beginnen, den die medizinische Abteilung trotz aller Mühen nicht rechtzeitig fitgespritzt bekam. Ein proppenvoller Bahlinger Fanblock mit gleich drei frenetischen Anhängern sorgte in Endingen für zusätzlichen Druck, so dass die Doppelbilanz von 2:1 eine erste Erleichterung darstellte. Dennoch gestaltete sich die Partie zäh - als man eben mit 3:2 in Führung gegangen war, wurde bei der parallel begonnenen Begegnung zwischen Endingen II und den Marchern bereits der allerletzte Ballwechsel gespielt. Da hieß es Gas geben, wollte man noch irgendwie vor dem Morgengrauen zu Peppino kommen. Volkers Fünfsatzsieg und Jos Erfolg (richtig gelesen: ein Sieg für Jo - nur die ganz Alten werden sich erinnern) bedeuteten das 5:2, man war also absolut im Soll. Auch Arno grummelte sein Match nach Hause, während sich alle Augen auf Lutz richteten: Dass dieser die ersten beiden Sätze gewann - geschenkt, tut er ja immer. Doch obwohl das Händchen nun immer schwerer wurde, ergurkte er tatsächlich einen 3:0-Erfolg und nahm Kopf schüttelnd die Ovationen von Kollegen und Fans entgegen. Stefan hingegen befindet sich weiter im Winterschlaf, wobei er sich ohnehin mehr für die Alkoholvorräte als für sein versemmeltes Spiel interessierte. Kai hingegen absolvierte zwar das gefühlte halbe Match am Boden vor der Platte liegend, schaukelte seine Begegnung aber tatsächlich in fünf Sätzen nach Hause. Als Jo dann tatsächlich auch noch sein zweites Einzel siegreich beendete, standen das 9:3 und die Erkenntnis fest: Es hätte durchaus auch enger ausgehen können. Für Peppino war es dennoch bereits zu spät, so dass die schäumende Siegesfeier unter anderem dank einiger Getränkespenden des Gastgebers noch in der Halle steigen konnte.
Derweil wurde weiter um die Verlegung der Spitzenpartie gegen Kenzingen gefeilscht - Verhandlungen, gegen die diejenigen zur Großen Koalition in Berlin eine lächerliche Nebensächlichkeit sind. Inzwischen dürfte bis auf Heiligabend jeder Termin mindestens einmal erwogen worden sein. Ob die Partie jemals stattfindet? Wir halten Sie auf dieser Seite auf dem Laufenden - und treten am Samstag erst einmal gegen Forchheim an...

Bericht: Stefan Ummenhofer

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