Herren III - TTC Forchheim III

Die Partie gegen Forchheim stand gleich in mehrfacher Hinsicht unter schwierigen Vorzeichen. Die Forchheimer Gäste traten in Bestbesetzung an, Christoph hingegen aufgrund des defekten Knies weiterhin nicht. Zudem war die Hälfte der „Dritten“ noch von der vorabendlichen Geburtstagsfeier einer Spielergattin schwer gezeichnet. Am meisten wie ein grausiger Fund sah derweil Kai aus, der an anderer Stelle bis in die Morgenstunden Alkoholmissbrauch betrieben hatte.
Nachdem der Streit um das Ausfüllen des Spielberichtsbogens („Ich kann nicht - ich seh noch nicht richtig“) und der um die Begrüßung des Gegners mittels Schnick-Schnack-Schnuck geklärt waren, vergeigte man gleich zwei der Eingangsdoppel - und lag prompt hinten.
Plötzlich tat sich jedoch Erstaunliches: Der derangierte Haufen mit reichlich Restalkohol fand plötzlich zur Normalform zurück - sowohl Stefan als auch Kai siegten in vier Sätzen, der alkoholfreie Volker sogar in dreien. Jo wollte da nicht nachstehen und auch das hintere Paarkreuz - namentlich Arno und Lutz - sorgte trotz mangelnder Zufriedenheit mit der eigenen Leistung für zwei weitere Erfolge zum zwischenzeitlichen 7:2. Inzwischen beäugt durch die „Fünfte“, die ihr Spiel recht rasch in den Sand gesetzt hatte, stellte Stefan auf 8:2, doch bis zur Entscheidung sollten noch gefühlte drei Jahre vergehen. Kai und Jo waren nämlich in Marathon-Laune, wobei Letzterer seine Partie beim Satzstand von 2:2 kurzerhand unterbrach, um erstmal abzuwarten, ob sein Einsatz überhaupt noch benötigt wurde. Sehr ökonomisch gedacht, denn Kai besiegte in einem spannenden fünften Satz mit zwei Time-Outs seinen Gegner hauchdünn und stellte somit den in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten 9:2-Sieg sicher, ehe mit den sehr angenehmen Forchheimer Gästen noch ein Blitzgetränk geleert wurde.
Sensationelles hat sich auch in der Planung des Spitzenspiels gegen Kenzingen ergeben, denn die Arbeitskreise, Beauftragten, Abgeordneten und Mediatoren haben tatsächlich ein Ergebnis bei der Spielansetzung erzielt. Und was für eines: Es bleibt beim ursprünglich vorgesehenen Termin Anfang März…

TTC Endingen III - Herren III

Die "Dritte" musste die Rückrunde ohne Christoph beginnen, den die medizinische Abteilung trotz aller Mühen nicht rechtzeitig fitgespritzt bekam. Ein proppenvoller Bahlinger Fanblock mit gleich drei frenetischen Anhängern sorgte in Endingen für zusätzlichen Druck, so dass die Doppelbilanz von 2:1 eine erste Erleichterung darstellte. Dennoch gestaltete sich die Partie zäh - als man eben mit 3:2 in Führung gegangen war, wurde bei der parallel begonnenen Begegnung zwischen Endingen II und den Marchern bereits der allerletzte Ballwechsel gespielt. Da hieß es Gas geben, wollte man noch irgendwie vor dem Morgengrauen zu Peppino kommen. Volkers Fünfsatzsieg und Jos Erfolg (richtig gelesen: ein Sieg für Jo - nur die ganz Alten werden sich erinnern) bedeuteten das 5:2, man war also absolut im Soll. Auch Arno grummelte sein Match nach Hause, während sich alle Augen auf Lutz richteten: Dass dieser die ersten beiden Sätze gewann - geschenkt, tut er ja immer. Doch obwohl das Händchen nun immer schwerer wurde, ergurkte er tatsächlich einen 3:0-Erfolg und nahm Kopf schüttelnd die Ovationen von Kollegen und Fans entgegen. Stefan hingegen befindet sich weiter im Winterschlaf, wobei er sich ohnehin mehr für die Alkoholvorräte als für sein versemmeltes Spiel interessierte. Kai hingegen absolvierte zwar das gefühlte halbe Match am Boden vor der Platte liegend, schaukelte seine Begegnung aber tatsächlich in fünf Sätzen nach Hause. Als Jo dann tatsächlich auch noch sein zweites Einzel siegreich beendete, standen das 9:3 und die Erkenntnis fest: Es hätte durchaus auch enger ausgehen können. Für Peppino war es dennoch bereits zu spät, so dass die schäumende Siegesfeier unter anderem dank einiger Getränkespenden des Gastgebers noch in der Halle steigen konnte.
Derweil wurde weiter um die Verlegung der Spitzenpartie gegen Kenzingen gefeilscht - Verhandlungen, gegen die diejenigen zur Großen Koalition in Berlin eine lächerliche Nebensächlichkeit sind. Inzwischen dürfte bis auf Heiligabend jeder Termin mindestens einmal erwogen worden sein. Ob die Partie jemals stattfindet? Wir halten Sie auf dieser Seite auf dem Laufenden - und treten am Samstag erst einmal gegen Forchheim an...

Bericht: Stefan Ummenhofer

TTSV Kenzingen IV - Herren III

Der wahre Charakter dieser Mannschaft entpuppt sich nicht an der Platte, sondern in den Tagen danach: Da wird geschimpft, bedroht, beleidigt - und all das nur, weil man ein paar Tage keine Zeit hatte, den Spielbericht zu schreiben... Das Angebot, dass doch mal ein anderer zu den Tasten greifen möge, wird hingegen mit fragenden bis fassungslosen Gesichtszügen gedankt.
Nun denn - hier also der Spielbericht: "Nervenaufreibende Partie, letztlich gerechtes 8:8, wir sind Herbstmeister."
Zu kurz? Undankbares Pack!
Na gut: Bahn frei für eine längere Version:
"Wie erwartet erwies sich das bislang verlustpunktfreie Kenzingen als der mit Abstand schwerste Saisongegner. Nach vergleichbar unfassbar früher Anreise (35 Minuten vor Spielbeginn an der Halle!) folgte ein schlimmer Tiefschlag - der Wein korkte! Aufgeben? Das Spiel absagen? Die Option wurde erwogen, letztlich aber verworfen, obgleich man sich das Gesicht der Kontrahenten für diesen Fall gerne vorgestellt hätte...
So begab man sich aber pflichtschuldig mit Kork im Mund in die Eingangsdoppel - 1:2, kein Wunder...
Im vorderen Paarkreuz die vorläufige Wende: Sieg für Stefan in vier, Sieg für Kai in fünf Sätzen nach 0:2-Rückstand und einem sensationellen Kantenball. In der Mitte Niederlage für Jo, doch Sieg für Christoph in einem ebenso langen wie Nerven aufreibenden Match gegen den wackeren Kenzinger Routinier. Im hinteren Paarkreuz war die Wahl diesmal neben Arno auf Lutz gefallen, und Letzterer rechtfertigte das Vertrauen gleich im ersten Spiel: Ausgezeichnete Ballwechsel, große Treffsicherheit, Souveränität - leider aber nur zwei Sätze lang... Dann setzte sich der Gegner durch, während Arno sein Spiel nach Hause brachte und die knappe Führung weiter Bestand hatte. Daran änderte sich auch im zweiten Durchgang des vorderen Paarkreuzes nichts, auch wenn es zwischenzeitlich danach aussah: Kai musste der Kenzinger Nummer 2 gratulieren, und Stefan lag mit zwei Sätzen gegen seinen Gegner hinten - überlegend, ob er der Ausstattung der Halle oder sich selbst etwas antun sollte. Er entschied sich überraschend für eine dritte Möglichkeit: Tischtennis spielen, so dass er das Match noch umbog. Dass sich der Gegner nach der zweiten Fünfsatz-Niederlage des Abends nach jeweiliger 2:0-Führung nicht allzu wohl fühlte, dürfte jeder Tischtennisfreund verstehen. 6:5 stand es somit in einem Spitzenspiel, in dem der - teilweise anwesende - eine Zuschauer voll auf seine Kosten kam...
Weiter in die Mitte: Nichts Neues. Sieg für Christoph, Fünfsatz-Niederlage für Jo, Spielstand 7:6. Aus der Hoffnung, mit einem Vorsprung ins Schlussdoppel zu gehen, wurde jedoch leider nichts, denn das hintere Paarkreuz der Kenzinger setzte sich durch - 7:8. Nachdem es zwischenzeitlich hoch hergegangen war, spielte sich das Schlussdoppel in schon fast entspannter Atmosphäre ab: Stefan und Kai setzten sich in vier Sätzen durch, so dass es ein letztlich leistungsrechtes 8:8 wurde. Der erste Verlustpunkt für beide Teams, die sich jedoch damit trösten konnten, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wohl ohnehin gemeinsam aufzusteigen.
Das freundliche Angebot der Gastgeber zu Bier und Pizza musste man leider ablehnen beziehungsweise mit einer Gegeneinladung für die Rückrundenbegegnung kontern, denn bei Peppino wartete die "Vierte" sowie "Pizzabote" Fabian in Vertretung der Ersten. Nach glatten Siegen in den anderen Begegnungen dieser Saison hatte das dreieinhalbstündige Spiel in Kenzingen die "Dritte" ordentlich geschlaucht, was man den Akteuren offenbar auch anmerkte. Frage eines ungenannt bleiben wollenden Vertreters der "Vierten": "Wart ihr im Krieg oder warum seht ihr so fertig aus?" Offenbar hatten die Kollegen erwartet, wir würden "Herbstmeisteeeeer!", brüllend per Polonaise das Etablissement entern...
Bleibt das Fazit der Vorrunde, und das fällt nun wirklich kurz aus: "Läuft!"
Frohes Fest.

Stefan Ummenhofer

TUS Bleichheim III - Herren III

Bei den bis dato ungeschlagenen Bleichheimern ging es nicht nur gegen den Gegner, sondern auch gegen die eigene Erste und Zweite - und zwar im Wettrennen darum, wer nach der Partie am Schnellsten bei Peppino sein würde. Beide Herausforderungen meisterte die "Dritte" weitgehend souverän - und das trotz einer Anfahrt, die verglichen mit den anderen Auswärtsreisen in der Saison mindestens eine Zwischenübernachtung gerechtfertigt hätte...
Aus dem schier unerschöpflichen Fundus an Kompetenz im hinteren Paarkreuz fiel die Wahl diesmal auf Volker und Erik, die ihre Aufstellungen mit zwei recht souveränen Siegen rechtfertigten.
Abgesehen vom ersten verlorenen Doppel der Saison blieb das einzige Sorgenkind unser Jo, der nach laaaanger Zeit erstmals wieder die falsche Schorle-Mischung gewählt hatte, in drei Sätzen unterlag und hinterher zwischen Karriereende und Suizid schwankte. Aus gut unterrichteten Kreisen verlautet inzwischen, dass eine Armada an Psychologen das geknickte Selbstbewusstsein des Bemitleidenswerten wieder in einigermaßen ungefährliche Bahnen gelenkt hat.
Kommen wir noch zu Christoph, dessen Auftritt an einen der von ihm betreuten Rockstars ähnelte: Erst kurz vor dem Gig eingetroffen, dann eine routinierte Vorstellung abgeliefert (ohne Zugabe) - und flugs weiter zur nächsten Show nach München. Immerhin verzichtete er auf das angeblich einstmals bei Rock´n´Rollern übliche obligatorische Zerlegen des Hotelzimmers beziehungsweise der Umkleidekabine...
 
9:2 lautete der Endstand. Vier Begegnungen, vier Siege, 36:5 Spiele - und eine verdiente Pause bis Mitte November.
 
Bericht: Stefan Ummenhofer

Herren III - TTC Emmendingen II

Als Tabellenführer empfing die "Dritte" die Reserve aus der Kreishauptstadt. Schon beim Betrachten der Aufstellung setzte sich etwas fort, was alle bisherigen Spiele kennzeichnete: Aus unerfindlichen Gründen tritt jeder Gegner gegen uns ersatzgeschwächt an.
Die Nr. 5 der Emmendinger war hingegen am Start, musste sich aber schon nach 75 Minuten wieder verabschieden - genauer: Aufs Oktoberfest nach Rust. Die Überlegung der "Dritten", das Spiel Spiel sein zu lassen und kurzerhand einfach mitzufahren, wurde verworfen. Statt dessen durfte der Kollege seine Spiele vorziehen.
A propos Aufstellung: Im nach neuesten wissenschaftlichen Methoden entworfenen Saisonplan spuckte der Computer dieses Mal aus, dass Volker geschont werden müsse. Statt seiner gab Lutz nach 25 - nochmal lesen, Herrschaften! - 25 Jahren sein Punktspiel-Comeback. Dieses war zwei Sätze sehr erfolgreich, ehe seine zweifelsohne sehr sympathischen, aber ihn offenbar irgendwie aus dem Konzept bringenden Kinder auftauchten. Das Ende des Liedes: Eine hauchdünne Fünfsatzniederlage.
Als auch noch der Nachwuchs von Jo die Halle enterte, ahnten die Kollgen schon die nächste Niederlage: Doch der Mann mit dem Tunnelblick und dem Weißweinschorle-Kopf bemerkte die Familie nicht einmal und stolperte sein Spiel in fünf Sätzen erfolgreich nach Hause.
Kommen wir noch zu Arno: Dessen Partie gegen den Oktoberfest-Fan wurde ebenfalls vorgezogen. Arno als alter Fuchs rechnete sich aus, dass diese vermutlich gar nicht mehr in die Wertung kommen würde, und gab das Match zeitsparend mit 0:3 ab...
Machen wir´s in Kurzform nochmal chronologisch: Wieder sämtliche drei Eingangsdoppel gewonnen, was die Doppelbilanz auf stolze 9:0 verbesserte. Auch in den Einzeln lief es mit der bereits genannten Ausnahme sehr gut - mal deutlicher, meist aber weniger deutlich. Am Ende stand ein 9:1, das jedoch der Ausgeglichenheit vieler Partien nicht gerecht wurde.
Die Zugabe forderte der Teilzeit-arrogante Jo mit der Bemerkung "Wann habe ich eigentlich das letzte Mal verloren? Das muss ewig her sein" heraus. Kai sorgte für die Aufklärung und gewann in vier Sätzen gegen ihn, ehe man die Tische für die "Erste" räumte und zum gemütlichen Teil übergehen konnte. Im "Vis a Vis" war es so voll wie in der Ponde nach einem DFB-Pokal-Spiel, doch nachdem die "Fünfte" nach allen Regeln des Mobbings von ihren Plätzen vertrieben worden war, begann die hochprozentige Analyse, die am kommenden Freitag nach der Partie in Bleichheim fortgesetzt werden soll.
 
Bericht: Stefan Ummenhofer

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