Herren III - TTC Emmendingen II

Als Tabellenführer empfing die "Dritte" die Reserve aus der Kreishauptstadt. Schon beim Betrachten der Aufstellung setzte sich etwas fort, was alle bisherigen Spiele kennzeichnete: Aus unerfindlichen Gründen tritt jeder Gegner gegen uns ersatzgeschwächt an.
Die Nr. 5 der Emmendinger war hingegen am Start, musste sich aber schon nach 75 Minuten wieder verabschieden - genauer: Aufs Oktoberfest nach Rust. Die Überlegung der "Dritten", das Spiel Spiel sein zu lassen und kurzerhand einfach mitzufahren, wurde verworfen. Statt dessen durfte der Kollege seine Spiele vorziehen.
A propos Aufstellung: Im nach neuesten wissenschaftlichen Methoden entworfenen Saisonplan spuckte der Computer dieses Mal aus, dass Volker geschont werden müsse. Statt seiner gab Lutz nach 25 - nochmal lesen, Herrschaften! - 25 Jahren sein Punktspiel-Comeback. Dieses war zwei Sätze sehr erfolgreich, ehe seine zweifelsohne sehr sympathischen, aber ihn offenbar irgendwie aus dem Konzept bringenden Kinder auftauchten. Das Ende des Liedes: Eine hauchdünne Fünfsatzniederlage.
Als auch noch der Nachwuchs von Jo die Halle enterte, ahnten die Kollgen schon die nächste Niederlage: Doch der Mann mit dem Tunnelblick und dem Weißweinschorle-Kopf bemerkte die Familie nicht einmal und stolperte sein Spiel in fünf Sätzen erfolgreich nach Hause.
Kommen wir noch zu Arno: Dessen Partie gegen den Oktoberfest-Fan wurde ebenfalls vorgezogen. Arno als alter Fuchs rechnete sich aus, dass diese vermutlich gar nicht mehr in die Wertung kommen würde, und gab das Match zeitsparend mit 0:3 ab...
Machen wir´s in Kurzform nochmal chronologisch: Wieder sämtliche drei Eingangsdoppel gewonnen, was die Doppelbilanz auf stolze 9:0 verbesserte. Auch in den Einzeln lief es mit der bereits genannten Ausnahme sehr gut - mal deutlicher, meist aber weniger deutlich. Am Ende stand ein 9:1, das jedoch der Ausgeglichenheit vieler Partien nicht gerecht wurde.
Die Zugabe forderte der Teilzeit-arrogante Jo mit der Bemerkung "Wann habe ich eigentlich das letzte Mal verloren? Das muss ewig her sein" heraus. Kai sorgte für die Aufklärung und gewann in vier Sätzen gegen ihn, ehe man die Tische für die "Erste" räumte und zum gemütlichen Teil übergehen konnte. Im "Vis a Vis" war es so voll wie in der Ponde nach einem DFB-Pokal-Spiel, doch nachdem die "Fünfte" nach allen Regeln des Mobbings von ihren Plätzen vertrieben worden war, begann die hochprozentige Analyse, die am kommenden Freitag nach der Partie in Bleichheim fortgesetzt werden soll.
 
Bericht: Stefan Ummenhofer

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