ESV Freiburg - Herren II

Am Freitag (nein, nicht am 13., aber das hätte gepasst) fuhren die Rebenbummler nach Freiburg, um gegen den Tabellenzweiten anzutreten.
Mit viel Motivation und ohne Weingläser traf man an der Halle ein. Wohl dem, der während der Fahrt den Mathelehrer noch darauf aufmerksam machen konnte und dieser die Behältnisse vor Ort nachreichte. So konnte die Oberbergener Baßgeige doch noch die trockenen Kehlen befeuchten.
Als Ersatz für Volker Schubarth, hatte man Erik Wollesen mit an Bord. Danke für Deinen Einsatz.
Wo würde es im Anschluss noch was Verzehrbares geben? Man machte sich im Vorfeld bereits über das Schnitzel im Nachgang Gedanken. Vielleicht keine so gute Stategie.
Beide Mannschaften hatten korrekt aufgestellt. Uns wäre es recht gewesen, die Freiburger hätten sich vertan. Dann hätte das Ergebnis anders ausgesehen.
Aber das war bisher nur Suggental vorbehalten geblieben.
Alle drei Doppel gingen an die Gastgeber, wobei Doppel 2 und Doppel 3 vier Sätze und Doppel 1 ganze fünf Sätze benötigten. Drei davon gingen in die Verlängerung. 0:3 .... Es konnte nur noch besser werden ....
Oder doch nicht? Denn alle Einzel heimsten sich die Freiburger ein. Lediglich Oehler, Römmler und Zimmermann konnten ihren Kontrahenten einen popligen Satz abknöpfen. Selbst ein hauseigener Spieler (der Name wird aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht genannt) hatte ein schütteres Nervenkostüm und verlor während des Ballwechsels nicht nur den Schläger. Sein Gegenüber wünschte ihm trocken und ohne weitere Mimik eine gute Besserung .... Da waren selbst wir sprachlos.
Es lief einfach nicht so, wie wir es uns erwartet hatten. Nach 105 Minuten standen wir recht bedröppelt mit einem 0:9 da.
Aktuell schmücken wir das Ende der Tabelle. Die Hoffnung, dass sich das noch ändert, haben wir aktuell noch nicht aufgegeben.
Als man den Hof verlassen wollte, hatte ein Bauzaun mit Kettenschloss die Bahlinger dazu gezwungen über den Zaun zu klettern, um ans Auto zu gelangen. Jugendliche Erinnerungen machten sich breit.
Da kam dann wieder die Frage aus dem Vorfeld auf und man entschied sich kurzfristig das Studentenlokal "Brennessel" aufzusuchen. Berühmt berüchtigt für große Portionen zu humanen Preisen. Mit großen Erwartungen und noch größerem Hunger machte man sich auf den Weg.
Doch es sollte zur zweiten Enttäuschung dieses Abends kommen. Das wurde klar, als man uns ganz dezent nur die Getränkekarte reichte. Nach 22:00 Uhr ist in den meisten Kneipen die Küche kalt. Doch wir mussten wohl so ausgezehrt und mitleidig ausgesehen haben, dass der Koch ein Auge zudrückte und uns wenigstens Flammkuchen kredenzte. Besser als nichts.
Pünktlich zur Geisterstunde waren die meisten dann auch zu Hause. Der ein oder andere spickelte sicherlich noch in den Topf oder in den Kühlschrank. Denn satt fühlte sich irgendwie anders an.
Am Freitag, den 16.10. geht es dann zu Hause gegen Suggental III an den Tisch. Die Mannschaft, die gegen den ESV eigentlich 9:7 gewonnen hatte, aufgrund eines Aufstellungsfehlers aber 0:9 unterlag.
Ein zweites Mal wird ihnen das wahrscheinlich nicht passieren....
Bericht: Frank Oehler