SV Waldkirch - Herren II  (2(!) Spielberichte)

Unendliche Weiten…. Die Anfahrt zum Tabellenzweiten dauerte für den Tabellenvorletzten eine gefühlte Ewigkeit. Es war mal wieder eines der Spiele, bei dem die An- und Abreise länger dauern als das eigentliche Spiel selbst. Aber da musste man durch.
Beim Gastgeber angekommen staunte man nicht schlecht über die Einhaltung der Corona-Maßnahmen. Von Gesichtsmasken keine Spur. Der einzige Stoff zur Filterung von (ja, von was eigentlich?) waren die hässlichen Vorhänge vor den Fenstern. Die übergroße Faszienrolle in der Ecke des Spielfeldes tat ihr Übriges dazu. Bis dato ist mir ihr Sinn noch nicht erschlossen und das wird auch wohl so bleiben. Aber wir schweifen ab.
Als Ersatz für Christoph Römmler hatten wir Vokuhila bzw. Volahila Erik Wollesen mit an Bord. Ein herzliches Dankeschön für Deine Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit. Beim 100. Einsatz spendieren wir Dir dann auch einen Friseurbesuch... ;-)
Kurz nach Einnahme des roten Fusels, den dieses Mal Friedrch Zimmermann sponserte, ging es auch schon los. Taktisch nicht umgestellt, passierte das, was bereits befürchtet wurde. Alle drei Doppel gingen an den Gast. Auch wenn Erik und Volker einen Satz erst bei 20:18 für sich entscheiden konnten.
Die Einzel verliefen ähnlich.
Michael Brenn unterlag Maximilian Ruf in drei Sätzen. 0:4 Rückstand
Es folgte die wohl bitterste Niederlage in Oehler‘s Laufbahn bzw. Standbahn. Laufen ist bei ihm ja bekanntlich was anderes.
Er kämpfte gegen Matthias Friedrich bis zum 5. Satz, in dem er sogar mit 2:9 hinten lag. Beim Stand von 7:9 gönnte sich Waldkirch eine Auszeit. Trotzdem ging es Ovtcharov-like bis zum 13 zu 13. Friedrichs Freund, die Plattenkante, half ihm letztlich das Spiel für sich zu entscheiden. Die Oehlerschen Nerven lagen blank und er war auch nicht mehr aufzumuntern. Ein großes Sorry an alle Betroffenen. Er gelobt Besserung. ;-)
Auch Roland Adler unterlag mit 1:3. Zwischenstand 0:6
Volker Schubarth kämpfte in seinen neuen Leucht-Schuhen bis zum fünften Satz und konnte seinen Kontrahenten, nervlich am Ende, mit einem 14:12 vom Platz verweisen. Unser erster und einziger Punkt in dieser Begegnung, denn die nächsten Durchgänge von Wollesen, Zimbo und Oehler gingen auf das Waldkircher Konto. Endstand 9:1 für die Gastgeber.
In dieser Begegnung zeigte sich einmal mehr, wie wichtig gutes Coaching (nicht Couching, Michel!) und gute Aufschläge sind. Beides sollte unsererseits noch fleißig geübt werden. "Dumme" oder "witzig gemeinte" Sprüche helfen da leider recht wenig ...
Das Desaster hatte zwei Stunden gedauert. Doch ein wenig länger als befürchtet.
Im Nachhinein und nach einer erholsamen Nacht, hatte sich die Anfahrt trotz der (viel zu hohen) Niederlage gelohnt.
Die Spiele selbst haben Spaß gemacht und man hat dazu gelernt (der eine mehr, der andere weniger).
Unsere nächste Begegnung mit Lernpotential findet am 27.11. zu Hause gegen Kollnau statt. So lange darf eifrig trainiert werden.

Bericht: Frank Oehler

Da es nach meiner ernsten Ansprache nun mehrere schreibwütige Berichterstatter im Verein zu geben scheint, kommt hier noch ein weiterer Bericht zu der Begegnung Waldkirch gegen Herren I:

Auch diese Begegnung verlief wie befürchtet, allerdings mit einem Highlight und einer fast Katastrophe. Mehr dazu erfahrt Ihr im nachfolgenden Bericht.
Nach der Einnahme des Impfstoffes in „ROT“ und der Begrüßung durch den Mannschaftsführer des SV Waldkirch ging es pünktlich los. Schnell wurde klar, dass hier nicht viel zu holen war. Die Doppel eins Oehler/Brenn und zwei Schubarth/Wollesen konnten zwar jeweils einen Satz gewinnen, das Doppel drei Adler/Zimmermann verlor klar in drei Sätzen. 0:3 Rückstand nach den Eröffnungsdoppeln ließ nichts Gutes verheißen.
Jetzt konnten nur noch die Einzelpaarungen auf die Siegesstraße führen. Leider gelang das Abbiegen nicht, und das Debakel ging weiter. Michael Brenn hatte gegen Maximilian Ruf keine Chance und verlor klar in drei Sätzen. Spannend war das Spiel Frank Oehler gegen Matthias Friedrich. Nach drei Sätzen stand es 2:1 für unsere Nummer eins. Der vierte Satz ging an Waldkirch, so dass der Entscheidungssatz gespielt werden musste. Den verlor Frank aber sehr unglücklich in der Verlängerung mit 13:15. Damit war der 0:5 Rückstand erreicht.
Im Mittleren Paarkreuz musste nun Roland ran. Im ersten Satz konnte er seinen Gegner noch überraschen, und siegte mit 12:10. Danach aber hatte er sich auf die Abwehr von Roland eingestellt und sicherte sich die nächsten drei Sätze. Der Rückstand wuchs auf 0:6. Mit einem Nuller Ergebnis wollte sich Volker (Vadder) aber auch in diesem Spiel nicht abfinden. Nach einer Satzteilung stand es nach den ersten zwei Sätzen 1:1. Im dritten Satz lag Vadder mit 9:5 Führung, als Ihn plötzlich die Kräfte verließen, oder war es so dass sich sein Gegner Ulrich Himmelsbach noch mal richtig ins Zeug legte? Jedenfalls ging dieser Satz noch mit 11:9 an Waldkirch, was einen 1:2 Rückstand bedeutete. Aber wer Vadder kennt, weiß dass das noch nichts zu sagen hat. So holte er sich den vierten mit 11:7. Am härtesten umkämpft, und auch erst in der Verlängerung entschieden war der fünfte Satz. Am Anfang sah das aber nach einer schnellen Sache für Waldkirch aus. Beim Seitenwechsel lag Vadder mit 0:5 zurück. Sein Gegner nahm bei 7:5 ein TimeOut, was Ihm aber nichts half. Vadder siegte mit 14:12 und holte damit unseren ersten Punkt. Der Rückstand 1:6., nur noch 8 Siege und das Spiel gehört uns!
Die Spieler des hinteren Paarkreuz mit Friedrich Zimmermann und Erik Wollesen waren genauso überfordert wie bisher die Spieler Oehler, Brenn und Adler. Lediglich ein Satz konnte gewonnen werden und zwar von Erik. Die Hoffnung sank auf einen Tiefpunkt, 1:8 Rückstand.
Jetzt musste das erste Paarkreuz wieder ran, und es begann gar nicht schlecht Frank sicherte sich den ersten Satz. Dann drehte sich aber der Spielverlauf dramatisch, und sein Gegner ließ Ihm keine Chance mehr. Am Nachbartisch war Michael Brenn zwar mit 2:1 Sätzen in Führung, aber das hatte keinen Einfluss mehr auf unsere 1:9 Niederlage. Der Sieg von Waldkirch ging in Ordnung, er hätte aber durchaus etwas niedriger ausfallen können.
Als wäre die Niederlage nicht genug, mussten wir uns auf der Heimfahrt noch einer allgemeinen, Betonung liegt auf „gemeinen“, Verkehrskontrolle unterziehen. Auf die Frage "Führerschein und Fahrzeugpapiere" musst mein Fahrer sagen: "Hab nichts dabei!"
Jetzt wollte der liebe Polizist den Führerschein abfragen, was aber leider bei den grauen Lappen nicht geht, da diese nicht digital erfasst sind. Nach einer weiteren Frage bezüglich Alkohol, die wir glaubwürdig verneint haben, wurden wir freundlich belehrt durften wir weiterfahren.

Bericht: Roland Adler